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Leitfaden

AEO als Leistung verkaufen: Angebot, Ablauf und Retainer für Agenturen

Von Finn Kruetschnigg5 Min. Lesezeit

AEO ist die Arbeit daran, dass KI-Assistenten und Suchmaschinen eine Website lesen, verstehen und zitieren können. Als Agentur bietest du sie in drei Stufen an: Audit, Umsetzung und Retainer. Das Versprechen bleibt ehrlich: Du lieferst technische Vorbereitung und gut zitierbare Inhalte, aber keine Zusage auf eine Nennung in ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Unten findest du ein Rechenbeispiel für das Angebot und Sätze für das Kundengespräch.

Das Wichtigste

  • Drei Stufen: Audit (Befund), Umsetzung (Maßnahmen nach Impact), Retainer (Kontrolle und Nachziehen). Der Einstieg ist klein, die Beziehung wächst mit dem Nutzen.
  • Kalkulation: Aufwand je Maßnahme nach Impact-Stufe mal Stundensatz. Im Rechenbeispiel ergeben 2 wichtige, 3 mittlere und 4 kleine Maßnahmen 27 Stunden, bei 120 € pro Stunde also 3.240 €. Die Werte sind Standardwerte des Rechners, keine Marktpreise.
  • Ehrlich verkaufen: Kein Versprechen auf Platz 1 oder eine feste Zahl an Nennungen. Google selbst weist darauf hin, dass kein Drittanbieter-Tool Zugriff auf seine internen Ranking- oder KI-Systeme hat. Das gilt auch für Aevolyze.
  • Retainer: Monatlich erneut prüfen, Änderungen nachziehen, Fortschritt zeigen. Das beantwortet die Frage des Kunden, wofür er weiter zahlt.

Das Angebot in drei Stufen

Ein einzelnes „AEO-Paket“ ist schwer zu kalkulieren und schwer zu verkaufen. Besser funktioniert eine Treppe, auf der sich der Kunde schrittweise entscheidet.

Die drei Stufen eines AEO-Angebots
StufeInhaltErgebnis für den Kunden
1. AuditPrüfung der Startseite und der wichtigsten Unterseiten auf technische Signale für KI-SucheEin Report mit Befunden, Belegen und Maßnahmen, nach Wirkung sortiert
2. UmsetzungDie Maßnahmen aus dem Audit, nach Impact priorisiert und mit kalkuliertem AufwandÄnderungen auf der Website: Auszeichnung, robots.txt, Seitenstruktur, Texte
3. RetainerRegelmäßige erneute Prüfung, Nachziehen bei Änderungen, Begleitung neuer InhalteEin monatlicher Stand: was sich verbessert hat und was als Nächstes ansteht

Ablauf eines Audits

  1. Ziel und Seiten klären. Frag den Kunden, welche Seiten Anfragen bringen: Leistungsseiten, Kontakt, Ratgeber. Dort startest du.
  2. Audit durchführen. Aevolyze prüft die Seite auf die Signale des Regelkatalogs und liefert Befunde mit Belegen.
  3. Befunde einordnen. Jede Maßnahme hat eine Impact-Stufe (hoch, mittel, niedrig). Das hilft dir zu entscheiden, was zuerst kommt.
  4. Report anpassen. Im Agency-Plan exportierst du den Audit als White-Label-PDF mit deinem Logo und deinem Agenturnamen.
  5. Gespräch führen. Gehe die drei wichtigsten Befunde durch, nicht alle. Die Leitfragen dafür stehen weiter unten.
  6. Angebot rechnen. Aus den Maßnahmen entsteht die Kalkulation, im Agency-Plan direkt im Tool.

Ein Report enthält pro Bereich die geprüften Signale, den Befund mit Beleg und die empfohlene Maßnahme. Was das konkret bedeutet, zeigt der Beispiel-Report auf der Startseite.

Aufwand und Preis kalkulieren

Die Formel ist einfach: Aufwand in Stunden je Maßnahme, abhängig von der Impact-Stufe, mal dein Stundensatz. Optional legst du eine Mindestsumme fest. So rechnet auch der Angebotsrechner im Agency-Plan.

Rechenbeispiel mit den Standardwerten des Angebotsrechners (120 € pro Stunde)
ImpactMaßnahmenStunden je MaßnahmeStunden gesamt
Hoch2612
Mittel339
Niedrig41,56
Summe927 (3.240 €)

Der Retainer: Was monatlich passiert

Ein Retainer verkauft sich nur, wenn der Kunde jeden Monat sieht, wofür er zahlt. Zugleich ist AEO keine Arbeit, die man einmal macht: Seiten ändern sich, neue Inhalte kommen dazu, Systeme passen ihre Crawler an.

  • Erneut prüfen. Die wichtigsten Seiten laufen noch einmal durch den Regelkatalog. Der Vergleich mit dem Vormonat zeigt Fortschritt und Rückschritte.
  • Änderungen nachziehen. Hat sich etwas im CMS, im Theme oder in der robots.txt verändert, prüfst du, ob die Maßnahmen noch greifen.
  • Neue Inhalte begleiten. Neue Seiten und Beiträge bekommen von Anfang an die Struktur, die der Katalog verlangt: Antwort am Anfang, klare Überschriften, saubere Auszeichnung.
  • Kurz berichten. Eine Seite genügt: Stand, erledigte Maßnahmen, nächste Schritte. Nicht jeder Monat bringt einen neuen Befund, auch das darf im Bericht stehen.

Sag dem Kunden vorher, woran er den Erfolg erkennt. Der Prüfwert vor und nach den Änderungen und die Liste erledigter Maßnahmen sind messbar. Nennungen in KI-Antworten sind es nicht verlässlich.

Gesprächsleitfaden: AEO ohne Fachchinesisch

Häufige Kundenfragen und mögliche Antworten in einfachen Worten
Frage des KundenAntwort
Was ist AEO?Wir bauen deine Website so, dass Suchmaschinen und KI-Assistenten schnell verstehen, wer du bist und was du anbietest, und klare Antworten daraus übernehmen können.
Könnt ihr zusagen, dass ChatGPT uns nennt?Nein, das kann niemand seriös zusagen. Wir sorgen dafür, dass technisch nichts im Weg steht und deine Seiten klare, zitierbare Antworten liefern. Ob und wie oft ein System dich nennt, entscheidet es selbst.
Warum nicht einfach SEO wie bisher?Vieles ist dasselbe: gute Inhalte, saubere Technik. Dazu kommen Punkte, die bei KI-Antworten wichtiger werden, etwa Antworten am Seitenanfang und eine eindeutige Angabe, wer du bist.
Woran sehen wir, dass es wirkt?Am Prüfwert vor und nach den Änderungen und an den erledigten Maßnahmen. Nennungen in KI-Antworten schauen wir uns stichprobenartig an, aber sie schwanken und lassen sich nicht vorhersagen.
Brauchen wir dafür llms.txt und FAQ-Markup?Für die Google-Suche nicht, das schreibt Google selbst. Wir setzen beides nur ein, wenn es wenig kostet und zum Inhalt passt.

Die letzte Antwort ist unbequem, aber sie schafft Vertrauen. Mehr dazu in den Berichten llms.txt: Nutzen und Grenzen und FAQ-Schema und KI-Sichtbarkeit.

Was du nicht versprechen solltest

  • Eine Platzierung oder Nennung in ChatGPT, Gemini oder Perplexity.
  • Eine feste Zahl an Nennungen, Besuchen oder Anfragen durch KI-Systeme.
  • Eine Wirkung auf das Google-Ranking durch llms.txt oder FAQ-Markup. Google schreibt, dass die Google-Suche llms.txt ignoriert und dass es für seine KI-Funktionen kein spezielles Markup braucht.
  • Einen Zeitrahmen, bis sich etwas zeigt.

Google weist in seinem Leitfaden zur KI-Suche auch darauf hin, dass kein Drittanbieter-Tool Zugriff auf interne Ranking- oder KI-Systeme hat. Das gilt für Aevolyze genauso: Aevolyze misst, was auf einer Seite steht, nicht, was ein Modell antwortet. Das ist die Grundlage für ein Angebot, das du halten kannst.

Quellen